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SIEBDRUCK SELBER MACHEN
1. Grafik / Filmerstellung
2. Sieb wählen und vorbereiten
3. Beschichtung / Trocknung
4. Siebbelichtung
5. Sieb-Entwicklung
6. Drucken / Rakeln
7. Fixierung
8. Siebdruckrahmen reinigen
9. Entschichtung
Probleme + Lösungen
Foto-Halbtonraster
Siebdrucktransfer / Transferdruck

5. Sieb-Entwicklung / Auswaschen

Wenn der Siebdruckrahmen belichtet wurde, geht es direkt an das Entwickeln bzw. Ausspülen. Beim Entwickeln werden die unbelichteten Teile der Emulsion - also die Teile, die nicht durch das Licht ausgehärtet wurden - aus dem Sieb gewaschen. Zunächst wird der Rahmen dazu von beiden Seiten flächig, reichlich und ohne Druck mit Wasser befeuchtet. Der Rahmen sollte anschließend etwa eine Minute feucht ruhen. Helles Tages- oder Kunstlicht sollte dazu aber vermieden werden. Die unbelichteten Stellen quellen in dieser Zeit und können anschließend mit mittlerem Wasserdruck herausgespült werden. Ausgespült wird zunächst von der Druckseite (Innenseite) her. Wer kein Auswaschbecken zur Verfügung hat, der kann zum Auswaschen auch eine Duschkabine / Badewanne oder Mörtelwanne aus dem Baumarkt nutzen.

 

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Wir raten davon ab, einen Schwamm zum Ausreiben der Emulsion zu verwenden. Es besteht die Gefahr, dass wichtige Details mit herausgerieben werden. Wenn richtige belichtet wurde, löst sich die Emulsion wie warme Butter aus dem Sieb. Selbst unter semi-professionellen Arbeitsbedingungen sind sehr gute Ergebnisse problemlos umsetzbar.

 

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Jetzt wird die Schablone etwa 30 Sekunden lang klar mit einem weichen Wasserstrahl gespült und es wird geprüft, ob die Details des Motivs komplett ausgewaschen wurden. Wenn nicht, dann wird noch einmal nachgespült.

 

screen printing tutorial

 

Da der Rahmen jetzt noch nass ist, wird er mit Hilfe eines Ventilators oder Föns getrocknet. Wenn man Zeitungspapier oder Küchenkrepp auf den Rahmen legt, dann wir das überschüssige Wasser schnell aufgesogen. So kann die Trocknung erheblich beschleunigt werden. Abschließend wird der Rahmen gegen das Licht gehalten und auf sogenannte "Nadellöcher" überprüft. Dies sind kleine durchlässige Stellen auf der Schablone, die z.B. durch Luftbläschen entstehen können. Die Nadellöcher können problemlos geschlossen werden, indem man sie mit Siebfüller bestreicht.

 

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Wenn der Rahmen trocken ist, dann wird er nachbelichtet. Das heißt, dass er vor dem ersten Kontakt mit Farbe nochmal durch UV-Licht tief durchgehärtet wird. Dazu legt man den Rahmen nochmal ein paar Minuten unter die Belichtungseinheit oder man stellt ihn in die Sonne. Das Nachbelichten ist vor allem deshalb wichtig, um die Siebschablone widerstandsfähger zu machen und um die spätere Entschichtung zu erleichtern. Anschließend kann es direkt ans Drucken gehen.

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