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SIEBDRUCK SELBER MACHEN
1. Grafik / Filmerstellung
2. Sieb wählen und vorbereiten
3. Beschichtung / Trocknung
4. Siebbelichtung
5. Sieb-Entwicklung
6. Drucken / Rakeln
7. Fixierung
8. Siebdruckrahmen reinigen
9. Entschichtung
Probleme + Lösungen
Foto-Halbtonraster
Siebdrucktransfer / Transferdruck

6. Drucken / Rakeln

Vor dem Rakeln werden zunächst die Rahmenkanten und alle offenen Siebflächen, durch die später keine Farbe dringen soll, mit Siebklebeband wie z.B. unserem SMART-RES abgeklebt. Bitte hier kein Paketklebeband nehmen, da es später nur sehr schwer wieder von den Rahmen entfernt werden kann (Stichwort: hartnäckige Kleberrückstände auf dem Gewebe).

 

siebklebeband für siebdruckrahmen smart res

 

Dann wird der Siebdruckrahmen so in die Siebdruckmaschine (oder im DIY-Bereich in die Siebrahmenzwingen) eingespannt, dass er nicht mehr verrutschen kann. Sollte das Motiv beim Belichten nicht 100% rechtwinklig auf das Sieb übertragen worden sein, so kann man bei der Justierung des Rahmen jetzt noch etwas ausgleichen.

 

siebdruckmaschine selber bauen

 

Jetzt, wo der Rahmen sicher fixiert ist, wird der umweltfreundliche und wasserbasierte Rollkleber (oder wahlweise Sprühkleber) auf die Druckplatte aufgetragen. Damit haften die Textilien später perfekt auf der Druckplatte und können beim Drucken nicht verrutschen. Ein bequemens Arbeiten ist somit problemlos möglich.

 

extratack rollkleber wasserbasiert von siebdruckversand

 

Nutzt man EXTRATACK-Rollkleber, so wird dieser zunächst sparsam aufgetragen und dann mit einem Stück Pappe flächig auf der Druckplatte verteilt.

 

rollkleber und spruehkleber siebdruck

 

Wenn der Kleber ganzflächig auf der Platte verteilt wurde, sollte er kurz mit einer Heißluftpistole angetrocknet werden. Wenn statt Rollkleber lieber Sprühkleber benutzt werden soll, dann kann mit einer kürzeren Trockenzeit gerechnet werden.

 

T-shirt selber machen mit siebdruck

 

Jetzt wo die Druckplatte leicht klebrig ist, kann das T-Shirt aufgezogen werden. Bei anderen Druckplattengrößen können wahlweise auch Beutel, Hosen, Zipper oder Kindershirts aufgezogen werden. Das T-Shirt sollte möglichst mittig und gerade aufgezogen werden. Es sollte zudem darauf geachtet werden, dass das T-Shirt möglichst nicht verzerrt aufgezogen wird.

 

TEXPRINT-AQ wasserbasierte Siebdruckfarbe für t-shirts gots

 

Die benötigte Menge an Siebdruckfarbe (hier z. B. TEXPRINT-AQ) wird nun 3 bis 5cm über dem Druckbild aufgetragen. Hierbei bitte nicht sparen. Es sollte möglichst ausreichend Farbe aufgetragen werden um bequem arbeiten zu können. Die überschüssige Frabe kann später wieder in den Topf zurückgefüllt werden.

 

 

Dann wird mit dem Rakel über der Farbe angesetzt und die Farbe wird ohne Anpressdruck sanft über das Druckbild gestrichen. Dabei sollte der Siebdruckrahmen wenige Zentimeter angehoben werden. Dieser Schritt wird als "Fluten" bezeichnet. Beim Fluten werden die offenen Siebflächen zunächst mit Farbe gefüllt. Nach dem Fluten kann der Rahmen wieder auf die Druckplatte gesenkt werden.

 

rake ltechnik mit texprint aq siebdruckfarbe

 

Nun folgt das eigentliche Rakeln. Die Farbe wird dazu mit Druck über das Motiv gerakelt. Der Rakel sollte dabei mit beiden Händen angefasst werden und im Winkel von ca. 45 Grad mit kräftigem Druck über das Sieb geführt werden. Grobe Abweichungen von diesem Winkel beeinflussen den Farbauftrag und die Passergenauigkeit. Ein zu steiler Winkel beim Rakeln führt zu geringem Farbauftrag und großem Verzug. Ein zu flacher Winkel hingegen führt zu mehr Farbauftrag und kann Schmiererein verursachen. Am Ende ist es aber kein Zauberwerk. Einfach ausprobieren und mit etwas Übung den eignen Stil finden.

 

erklärung siebdruck selber machen t-shirts

 

Wenn mit TEXPRINT-AQ auf hellen Textilien gedruckt wird, dann genügt es in der Regel, einmal zu fluten und einmal zu rakeln. Wenn Deckweiß, andere hochpigmentierte, deckende Siebdruckfarben oder Sondertöne verdruckt werden, dann empfiehlt es sich einmal zu fluten und zweimal zu rakeln. Sehr gute Deck-Ergebnisse auf schwarzen und dunklen Textilien erzielt man, wenn man einmal druckt, zwischentrocknet und dann nochmal drüberdruckt.

Siebdruckeinsteigern empfehlen wir übrigens für die ersten Druckversuche auf Textilien den Einsatz von wasserbasierter Siebdruckfarbe wie z.B. der cremigen TEXPRINT-AQ. Es macht zudem Sinn, die ersten Drucke auf hellen Textilien und nicht auf schwarzen Textilien zu machen. So lässt sich am besten das nötige Feingefühl für das Drucken erlangen.

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